Pressefreiheit in Russland. Erfahrungen eines deutschen Korrespondenten
Vortrag mit Hermann Krause, Redakteur und Moderator, WDR 5, in der dialog-Vortragsreihe
„Gedanken über Russland“
in Kooperation mit dem Herbert Wehner Bildungswerk
Unter Wladimir Putin wurde die Pressefreiheit kontinuierlich eingeschränkt,
die Medien in den Dienst des Staates gestellt. Eine Entwicklung, die das
System Putin stützte. Seine Popularität wurde mit Hilfe des Fernsehens
kontinuierlich ausgebaut. Lediglich die Opposition und die kritische
Intelligenz fordern freie Medien. Durch die Wirtschafts- und Finanzkrise
aber fällt der Presse und dem Rundfunk eine neue Rolle zu: Vertreter der
kleinen Leute. Doch Journalisten in Russland, die Zustände kritisieren,
leben gefährlich. Nicht nur Anna Politkowskaja wurde getötet. Jährlich
werden mehr als ein Dutzend Journalisten ermordet. Die Täter bleiben
unentdeckt, die Ermittlungsbehörden zeigen sich eher gleichgültig. Das neue
Staatsoberhaupt Dmitri Medwedew präsentierte sich im Westen als Liberaler –
eine Trendwende in der Frage einer „freien Presse“ aber ist bisher nicht
zu erkennen.
Der Referent
Hermann Krause (geb. 1953, Diplom-Ökonom) kam als Hörfunk-Reporter für die
ARD erstmals 1986 in die Sowjetunion. Es folgten ausgiebige Reportage-Reisen
in die zentralasiatischen Staaten, in das Baltikum, in den Kaukasus und in
die Ukraine sowie weitere Sowjetrepubliken, in denen damals die
Unabhängigkeitsbewegungen besonders stark waren. Als ARD-Korrespondent im
Studio Moskau (1989-1994) berichtete er 1991 über den Putsch gegen
Gorbatschow, den Zerfall der
Sowjetunion und über die Beschießung des Weißen Hauses in Moskau. Zwischen
1994 und 1999 war er Sonderkorrespondent für Polen, ab 2000 berichtete er
wieder aus Moskau. Von 2002 bis 2008 als Studioleiter des ARD-Hörfunkstudio
Moskaus. Zur Zeit arbeitet er als Redakteur und Moderator für WDR 5.
Trotzdem bleibt er Moskau treu: Er übernimmt regelmäßig Vertretungen der
Korrespondenten im Hörfunkstudio Moskau.
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Daten und Fakten
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Veranstaltungsdatum
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Dienstag, 21. April 2009, 19:00 Uhr
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Veranstaltungsort
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Moritzbastei Leipzig, Ratstonne
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Eintritt
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kostenlos
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Anmeldung
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Wir würden uns sehr freuen, Sie zu diesem spannenden Vortrag begrüßen zu
können und bitten um kurze Bestätigung Ihrer Teilnahme an: Hendrik Sittig.
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